Aktueller Stand

Update 21.04.2020
Was lange währt, wird gar nicht gut

Am 10. Februar 2020 hat die hessische Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung recht still und leise den „Sachlichen Teilplan Erneuerbarer Energien“ beschlossen, der seit dem 30. März 2020 wirksam ist. Dieser legt unter anderem fest, wo künftig Windkraftanlagen errichtet werden können („Vorranggebiete“).

Im Hinblick auf die drei Hofheimer Gebiete wurde folgendes beschlossen:

Im Waldstück nördlich von Langenhain, das am Bahái-Tempel beginnt, liegt das Vorranggebiet 3003, ursprünglich 41,8 Hektar groß. Dieses besteht aus drei Gebieten, von denen ein 10,8 Hektar großes Gebiet (gehörend zu Eppstein, gegenüber des Kaisertempels) aufgrund des Denkmalschutzes vorerst aus der Planung herausgenommen wurde. Der restliche Teil der Fläche 3003 mit einer Gesamtgröße von 31 Hektar ist als Windvorranggebiet beschlossen worden, obwohl erhebliche denkmalschutzrechtliche Belange sowie Naturschutzbelange entgegenstehen. Das Gebiet grenzt unmittelbar an ein Natura-2000-Schutzgebiet.

Erfreulich ist, dass die Fläche 3004 am Funktum/Karthause vorerst aus der Planung herausgenommen wurde, da diese Fläche den erforderlichen Mindestabstand zur Wohnbebauung im Außenbereich nicht einhält.

Das Gebiet 3005 zwischen Langenhain, Diedenbergen und Wallau wurde aufgrund von notwendigen Abständen zur Wohnbebauung und naturschutzrechtlichen Belangen vorerst um 6,9 Hektar verkleinert und es verbleibt eine Fläche von 22,6 Hektar.

Über die Gebiete, die vorerst aus der Planung herausgenommen wurden (sog. Weißflächen) wird nach einer weiteren Öffentlichkeitsbeteiligung entschieden. Diese findet vom 2. Mai bis zum 12. Juni 2020 statt. Die Verfahrensunterlagen können ab dem 2. Mai 2020 auf der Homepage www.region-frankfurt.de/erneuerbareenergien eingesehen werden.

Update 05.02.2020
2700 Unterschriften überreicht – Widerstand zeigt Erfolg

Hofheims Stadtverordneter Andreas Hegeler nahm am 5.2.2020 gemeinsam mit Bürgermeister Christian Vogt 900 Unterschriften von Bürgern entgegen, die sich gegen den Bau von Windkraftanlagen im Hofheimer Wald und gegen die Zerstörung von großen Waldflächen aussprechen. Zusammen mit den 1800 Unterschriften, die bereits 2017 überreicht wurden, haben sich somit 2700 Bürger dagegen ausgesprochen –  darunter nicht nur fast 80% der Langenhainer, sondern auch Unterstützer aus anderen Hofheimer Stadtteilen.

Aufgrund des wachsenden und andauernden Widerstandes aus der Bevölkerung und massiver Einwände der Bahá’i-Gemeinde wird das Gebiet 3003 am Domherrnwald derzeit nochmal überprüft. Die Chancen, dass der Langenhainer Wald dadurch in seiner jetzigen Form erhalten bleibt, sind somit enorm gestiegen! Die Bürgerinitiative GEGENWIND wird die Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten.

Die Unterschriftenaktion gegen Windkraftanlagen sind nun abgeschlossen. Vielen Dank allen Unterstützern!

19.06.2019
Hofheim – Vorranggebiete für Windkraftanlagen beschlossen

Am Mittwoch, den 19.06.2019, hat die Verbandskammer den sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE) und damit die Vorranggebiete für Windkraftanlagen beschlossen. Der Plan legt fest, wo künftig Windkraftanlagen errichtet werden können („Vorranggebiete“). Einen Ausschnitt aus diesem Plan sehen Sie hier. Die blau schraffierten Flächen bezeichnen die beiden beschlossenen Vorranggebiete 3003 und 3005.

Die Vorranggebiete wurden, obwohl sie in Bezug auf den Naturschutz als äußerst sensibel gelten und direkt an „Natura 2000“ Gebiete angrenzen, gegenüber vorheriger Planung nur geringfügig reduziert.

Somit werden Windkraftanlagen mitten im Wald in der direkten Nachbarschaft von Langenhain, Wildsachsen, Eppstein, Marxheim, Breckenheim und Diedenbergen immer wahrscheinlicher.

Die Bürgerinitiative GEGENWIND wird sich weiter dafür einsetzen, dass unsere Naherholungsgebiete erhalten bleiben. Windkraftanlagen mit einer Höhe von 250 Metern sind Industrieanlagen und haben im Wald angrenzend an Natura 2000 Gebiete sowie teilweise auch in Wasserschutzgebieten der Kategorie 3 nichts zu suchen!

Lesen Sie hier die dazugehörige Pressemitteilung der BI GEGENWIND: